Barocke Festwoche, So 10.5. – So 17.05.09, unter dem Motto “Barocke Lebensfreude“ im Rahmen der Sonderaussellung “Der Himmel auf Erden. Blick in eine Barocke Altarwerkstatt“
Programmübersicht:
| So 10.5. | 11–12 Uhr | „Frau Feichtmayr erzählt und tanzt.“ Kostümführung mit Dr. Margarete Meggle-Freund, freier Eintritt für Mütter in Begleitung ihrer Kinder |
| So 10.5. | 17-18 Uhr | Barocke Trompetenmusik mit Kurzführung in der Pause, Hans-Günter Schwanzer, Trompete, Carolin Völk, Klavier, Eintritt frei |
| Di 12.5. | 19 Uhr | Autorenlesung: Dr. Uwe Neumahr liest aus seiner Romanbiographie „Georg Friedrich Händel. Ein abenteuerliches Leben im Barock“, Ingrid Schild, Gesang und Marlene Endt, Klavier, Eintritt frei |
| Mi 13.5. | 19-21 Uhr | „Tanzen wie die Engel“. Schnupperkurs Barocktanz mit Dr. Margarete Meggle-Freund, Anmeldung erforderlich, 10 € |
| Do 14.5 | 19 Uhr | Vortrag von Dr. Dagmar Dietrich: Arbeitstechniken eines Stuckators, Eintritt frei |
| Fr 15.5. | 19:30 Uhr | „Tatort Museum. Auf den Spuren eines Barock-Diebstahls“. Kriminacht für Kinder, ab 8 Jahre, begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich, 15 € (inkl. Übernachtung und Frühstück) |
| Sa 16.5. | 16-17 Uhr | „Frau Feichtmayr erzählt und tanzt.“ Kostümführung mit Dr. Margarete Meggle-Freund |
| Sa 16.5. | 20 Uhr | Klangreise durch die Jahrhunderte. Harfenmusik von Barock bis Moderne mit Prof. Maria Stange, Eintritt 12 €, Senioren und Schüler 8 € |
| So 17.5. | 10-17 Uhr | Internationaler Museumstag im Stadtmuseum, laufend Kurzführungen durch Ausstellung und Dauerausstellung, Barocktanz, Rokokomodenschau, Vorführung barocker Restaurierungstechniken durch Restauratorin Beate Brettschneider, Kuchenbuffet der Museumsfreunde |
| So 17.5. | 20 Uhr | „Schokolade und Eros im 18. Jh.“. Musik und Texte rund um die Schokolade und ihre Rolle im Rokoko, Allegri Ensemble für Alte Musik München, unter Leitung von Barbara Ebel und Florian Mehltretter, mit Pralinenverkostung durch die Meisterwerk Chocolaterie Michael Dillinger, 12€, erm. 8 € |
Anmeldung: Neues Stadtmuseum 08191 / 128-360 oder -361 zu den Öffnungszeiten Di-Fr 14-17 Uhr, Sa, So 10-17 Uhr Information: www.museum-landsberg.de
Informationen zu den Veranstaltungen:
So 10.5. , 11–12 Uhr und Sa 16.5. 16-17 Uhr„Frau Feichtmayr erzählt und tanzt.“ Kostümführung mit Dr. Margarete Meggle-Freund, freier Eintritt für Mütter in Begleitung ihrer Kinder
Um 11 Uhr schlüpft die Museumsleiterin Dr. Margarete Meggle-Freund in die Rolle der Frau Feichtmayr und erzählt, wie es so zugegangen sein könnte im großen Haushalt des Künstlers mit seinen 11 Kindern. Die meiste Zeit des Jahres zog der Gatte Johann Michael von Baustelle zu Baustelle durch ganz Süddeutschland und organisierte seinen großen Bautrupp. Aber woher nahm er seine Anregungen? In der Kunst- und Druckstadt Augsburg musst er nur zu den örtlichen Verlegern gehen, um die neueste Kunst aus Paris und Rom studieren zu können. Doch viele seiner Engel stehen wie elegante Tänzer. In ihrer Jugend war Frau Feichtmayr eine begeisterte Tänzerin. Sie führt einen barocken Tanz vor … Man könnte meinen, die Engel tanzten.
So 10.5., 17-18 Uhr, Barocke Trompetenmusik mit Kurzführung in der Pause, Hans-Günter Schwanzer, Trompete und Carolin Völk Klavier, Eintritt frei
Um 17 Uhr erklingt festliche Trompetenmusik im Stadtmuseum. Hans-Günter Schwanzer, Trompete und Carolin Völk, Klavier bringen festliche Barockmusik, beispielsweise von Händel, Daquin und Mouret zu Gehör. Die wunderbare Akustik des Gewölbeflurs im Stadtmuseum steigert den Hörgenuß. In der Pause ist bei einer Kurzführung Gelegenheit die Sonderausstellung zu besichtigen.
Die beiden Künstler,Hans-Günter Schwanzer und Carolin Völk stammen aus Landsberg und besuchten das Gymnasium in St. Ottilien. Carolin Völk ist unterrichtet Latein und Deutsch für das höhere Lehramt. Hans-Günter Schwanzer ist tätig als Lehrer an der Musikschule Landsberg und leitet das Schülerblasorchesters St. Ottilien, die Stadtjugendkapelle Landsberg und das Landsberger Blechbläserensembles. Beide Künstler haben bereits mehrer CDs gemeinsam eingespielt. Ihre Konzerte bestechen nicht nur durch das wunderbare Zusammenspiel der beiden Musiker. Darüber hinaus haben sie die Gabe, mit ihrer Präsentation stets eine locker heitere Stimmung zu verbreiten.
Am 14. April 1759, vor 250 Jahren, ist Georg Friedrich Händel in London gestorben. Uwe Neumahr erzählt das abenteuerliche Leben des großen Barock-Genies in einer umfassenden informierenden und zugleich unterhaltsamen Roman-Biografie. Bei einer Autorenlesung stellt er sein kürzlich erschienenes Buch vor.
Die Geschäftsführerin der Buchhandlung Hansa, Ingrid Asam, gestaltet einen Büchertisch.
Vor 250 Jahren, am 14.4.1759, ist Georg Friedrich Händel gestorben. In Westminster Abbey wurde er neben Königen beigesetzt. Erklingt das Halleluja aus dem »Messias«, erhebt sich das britische Publikum. Denken wir an Händel (geboren 1685), so sehen wir das ganze Barock vor uns: festliche Musik, prunkvolle Zeremonien, üppige Formen und ausufernde Gelage. Händel war der berühmteste Komponist seiner Zeit, doch dafür musste er hart kämpfen. Triumphe, Intrigen, Pleiten und Zusammenbrüche prägten sein Leben. Erst spät wurde er Englands Staatskomponist. Heute sind seine Oratorien und vor allem die Opern, egal wie modern inszeniert, wieder stark gefragt. Uwe Neumahr erzählt in seiner romanhaften Biografie das wilde Leben des Weltbürgers aus Halle.
Dr. Uwe Neumahr (geboren 1972) hat zahlreiche kulturgeschichtliche Beiträge sowohl in wissenschaftlichen Fachorganen als auch in überregionalen Tageszeitungen veröffentlicht. Er arbeitet als Redakteur für die AVA international. Er lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Geltendorf in der Nähe von Landsberg.
Spontan haben sich noch bereit erklärt Musik von Georg Friedrich Händel zu musizieren: Ingrid Schild, Sopran, Angelika Reif, Alt und Marlene Endt, Klavier
Mi 13.5., 19 - 21 Uhr, „Tanzen wie die Engel“. Schnupperkurs Barocktanz (Dr. Margarete Meggle-Freund), Anmeldung erforderlich, 10 €
Wollen Sie sich einmal zu barocker Musik bewegen? Sie inspiriert und regt zur Bewegung an - macht Freude. Nie war das Verhältnis von Bewegung und Musik so eng wie im Barock. Im Tanz läßt sich körperlich das Barock erspüren.Die Tänze der Barockzeit sind in einer graphischen Notation überliefert. Dies ermöglicht moderne Interpretationen der barocken Bewegungssprache.
Dr. Margarete Meggle-Freund besuchte zahlreiche Seminare zum Historischen Tanz, studierte im Rahmen der Musikwissenschaft historische Aufführungspraxis bei Jadwige Nowaczek, tanzte lange Jahre in Aufführungsgruppen, leitete solche und hat eine Tanzleiterausbildung. Historischen Tanz
Keine Vorkenntnisse oder Kostüm erforderlich. Bitte leichte Tanzschuhe oder dicke Socken mitbringen
Do 14.5, 19 Uhr, Vortrag von Dr. Dagmar Dietrich
Die Verfasserin der Kunstdenkmälerbände der Stadt Landsberg, die Kunsthistorikerin Dr. Dagmar Dietrich kennt die Kunst der Region wie keine zweite. Seit ihren Studientagen beschäftigt sie sich mit den süddeutschen Bildhauern und Stuckatoren. In Ihrem Vortrag im Neuen Stadtmuseums Landsberg präsentiert sie neue Forschungsergebnisse zur Produktionsweise der süddeutschen Stuckkatoren.
Besucht man eine süddeutsche Barock- oder Rokokokirche, überwältigt die Fülle von Ausstattungselementen, denn neben den Altären mit ihren Bildern und Figuren sind auch Decken und Wände geschmückt mit Fresken und kunstvollen ornamentalen Stuckarbeiten, die häufig von figürlichem Schmuck, von Engelkindern und Puttenköpfen durchsetzt sind. Wie die Freskanten haben auch die Stuckatoren ihr oft imenses Arbeitspensum in erstaunlich kurzer Zeit bewältigt, denn sie arbeiteten in großen spezialisierten Werkstattverbänden, und sie bedienten sich verschiedener Techniken um ihre Arbeit zu rationalisieren. So stellten sie bestimmte, häufig wiederkehrende Schmuckelemente mit Hilfe von Gussformen, sog. Modeln, gleichsam in Serie her und fertigten in diesem sehr rationellen Verfahren nicht nur Voluten, Schmuckfriese, Blüten- oder Blattformen, sondern auch ihren figürlichen Schmuck, der dann an entsprechender Stelle in der Kirche eingearbeitet werden konnte. Vielfach stammten die figürlichen Vorlagen für die Gussmodeln von Bildhauern, die den Stuckatoren gleichsam mit ihrer Kunst aushalfen. Auch Johann Michael Feichtmayr und sein Kreis nahm offensichtlich die Hilfe von Bildhauern in Anspruch, was in diesem Vortrag erstmals vorgestellt werden soll.
Fr 15.5., 19:30 Uhr, „Tatort Museum. Auf den Spuren eines Barock-Diebstahls“. Kriminacht für Kinder mit Sonia Fischer, ab 8 Jahre, begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich, 10 € (inkl. Übernachtung und Frühstück)
Sa 16.5., 20 Uhr, Klangreise durch die Jahrhunderte. Harfenmusik von Barock bis Moderne mit Prof. Maria Stangl. Eintritt 12 €, Senioren und Schüler 8 €
Prof. MARIA STANGE, Harfe
Maria Stange lebt in Schöffelding in der Nähe von Landsberg. Sie studierte in Karlsruhe bei Prof. Therese Reichling und in Paris bei Frédérique Cambreling. 1996 legte sie das Konzertexamen „mit Auszeichnung“ ab.
1989 gewann Maria Stange den 1. Preis beim Wettbewerb der Bayerischen Vereinsbank Kaiserslautern. 1993 erhielt sie ein Stipendium der Stiftung Villa Musica.
Maria Stange konzertierte als Solistin und Ensemblemitglied großer deutscher Orchester im Inn- und Ausland, etwa in Kanada, Brasilien, in den USA und Australien.Als freie Mitarbeiterin konzertierte sie mit den Orchestern des SWR Freiburg/Baden-Baden, beim HR-Frankfurt, bei den Bamberger Symphonikern und der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Ensemblearbeit im Bereich der Neuen Musik führte sie mit dem ensemble modern und der Musikfabrik Köln zusammen. In diesen Tätigkeiten konzertierte Maria Stange im In- und Ausland auf Festivals wie den Salzburger Festspielen, den Festspielwochen Berlin, den Tagen für Neue Musik Donaueschingen, der Ars Musica Brüssel, den Ludwigsburger Schlossfestspielen u.a.
Maria Stange spielte zahlreiche Uraufführungen, u. a. auch für sie geschriebener Werke z. B. von Wolfgang Rihm, Kaija Saariaho, Michael Obst, Vinko Globokar, Michael Reudenbach, Marc André, Braxton Blake, Paul Angerer, John Glesnek Mortimer, Bernd Franke u. a.
Zahlreiche Rundfunk- und CD-Einspielungen bei Rundfunkanstalten in Deutschland und bei der BBC in London runden ihre Biographie ab.
Seit 1997 leitet sie die Harfenklasse an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und seit 2004 zusätzlich die Klasse an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe.
So 17.5. → Internationaler Museumstag 2009
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