Unter dem Titel „Leben fließend & abenteuerlich“ zeigt das Neue Stadtmuseu vom 1. bis 29. Juli 2010 in der Rathausgalerie Werke der Malerin Diana Angela Gmelin.
Diana Angela Gmelin wurde 1963 in München geboren. Nach dem Abitur und einem Fachhochschulstudium lebte sie parallel zum Familienleben ihre Liebe zur Kunst: In der Malakademie des Münchner Bildungswerkes belegte sie Seminare in Malerei bei Prof. Jürgen Knabe, Aktzeichnen bei Gerd Scheurer und Grafik bei Werner Meier. 1999 erhielt sie den Hintelmann Kunstpreis. Seit 2005 ist die Malerin Mitglied im Regionalverband Bildender Künstler.
Mit verschiedenen therapeutischen Ausbildungen (etwa Kreativitätstraining/Coaching bei Mona Ulner, Familienstellen und -systemik, Energie- und Körperarbeit, Gesprächs- und Gestalttherapie oder Energetisches Malen und Seelensprache) qualifizierte sich Diana Angela Gmelin im kunst-therapeutischen und heilerischen Bereich. So unterrichtet sie heute mit kreativ schöpferischem Ansatz Kinder und Erwachsene in ihrem Atelier, dem walRAUM, in Waal bei Landsberg. Außerdem leitet sie Ausbildungen zum Kreativitätstrainer, Coach oder Entspannungspädagogen und begleitet in Einzelarbeit. Im Sommer 2010 begleitet Diana Angela Gmelin die Ausstellung zur Bildhauerin Karin Mai im Neuen Stadtmuseum mit verschiedenen kunstpädagogischen Angeboten. Sie versteht es hier Kinder bei einer Ferienaktion, einen Integrationskurs, Schulklassen, Erwachsenen oder eine Behindertengruppe gleichermaßen anzusprechen und im eigenen gestalterischen Tun zu intensiverer Wahrnehmung der Kunst anzuregen.
Die Motive ihrer künstlerischen Arbeit schöpft Diana Angela Gmelin aus Meditation und inneren Bildern, was sich in Titeln wie „auftanken“, „funken“ oder „leben“ spiegelt, die oft seelisch-psychische Zustände meinen. Kraftvolle satte Farben, die sie in vielen Schichten anlegt, lebendige Striche, Feldern und Formen bestimmen ihre Bilder. Figuren deutet Diana Angela Gmelin in einigen Bildern auf einem Farbteppich oder hinter einem Farbschleier an. Die Gestalten sind gerne von hinten gezeigt und haben keine individualisierenden Gesichtszüge. Vielmehr erscheinen sie als Typus „Persona“, Mensch, Frau oder vielleicht Wesen.
Beispielsweise in der Arbeit mit dem Titel „zurück lehnen“ aus dem Jahr 2010 setzt die Malerin eine weiße, scheinbar durchsichtige Gestalt, durch welche die raumschaffenden Umrißlinien durchscheinen, auf einen blau-roten Farbgrund. Die räumlich, in starker Untersicht und so überlangt gezeichnete Figur, wirkt im rein flächigen Farb-Energieraum wie schwebend. Spannung erhält dieses Bild auch durch sein extremes Hochformat. Als Gegenpol zur schwebenden Figur gibt das kraftvolle Rot dem Bild Halt und Fundament. Das Blau, in der Chakrenlehre die Farbe des Halschakras, das für die Bereiche Ausdruck, Kommunikation und Selbstverwirklichung steht, scheint aus der Kopf- Herzgegend herauszuleuchten und zusammen mit zartem Rosa in den roten Grund hineinzutropfen und ihm so die Heftigkeit zu nehmen. So malt Diana Angela Gmelin mit den Farben Energien.
Diana Angela Gmelin versteht es Bewegungen – auch innere – sichtbar zu machen. Ihr bestimmendes Thema ist der Lebensfluss, dessen Energie die Malerin folgt, in ihren künstlerischen Arbeiten, von dem sie sich aber auch bei der Körper- und Energiearbeit oder im Coaching führen lässt. Die Ausstellung „Leben, fließend und abenteuerlich“ in der Rathaus-Galerie des Neuen Stadtmuseums im Juli 2010 lädt den Betrachter ein zu einer abenteuerlichen Reise: Sie ist für die Malerin eine Homage an das Leben. „Unsere innere Haltung, Ausrichtung und Öffnung lässt das Leben zu einem Abenteuer werden, stets in Verwandlung, Werden, Vergehen und SEIN. Linien fließen und fliegen über die Leinwände, Farbfelder werden mehrfach übermalt, finden neu zusammen – in einem Moment der Bildaufnahme werden Bewegung und Stille eins.“
Dr. Margarete Meggle-Freund
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