Objekt: Ölgemälde auf Leinwand
Titel: „Die Heilige Sippe“
Datierung: 2. Hälfte 18. Jahrhundert
Maße: 95,5 cm x 55,0 cm x 2,5cm
Das Gemälde „Die Heilige Sippe“ und dessen aufwendige Restaurierung wurden dem Neuen Stadtmuseum Landsberg von Herrn und Frau Hoess aus Eresing gestiftet.
Darstellung:
Im Vordergrund, in der linken Bildhälfte ist die Heilige Maria mit dem Jesuskind auf ihrem Schoß zu sehen, sie bildet die zentrale Szene des Gemäldes.
Vor ihr, in der rechten Bildhälfte, kniet die Heilige Anna - die Mutter Marias - mit Johannes dem Täufer, der die Hände zum Gebet gefaltet hält. Hinter der Gottesmutter Maria steht ihr Verlobter, der Hl. Joseph. Er wir meist deutlich zurückgenommen dargestellt, um auf die Jungfrauengeburt, an der er nicht als Vater beteiligt war hinzuweisen. Rechts neben der Hl. Anna stehen zwei Männer: der linke ist Joachim, ihr Gatte. Bei dem Mann am rechten Bildrand mit Priesterkopfbedeckung handelt es sich um Zacharias, den Mann Elisabeths, der im Tempeldienst war. Hinter Maria ist ein Engel, flankiert von Elisabeth, der Mutter von Johannes dem Täufer.
Hinter dieser Menschengruppe ist ein begrünter Stamm in einer Vase zu erkennen, dieser ist hier symbolisch zu verstehen und steht für den Stammbaum Christi.
Über dieser Szene schweben zwei Engel, die ein weißes Band halten, über diesem schwebt eine Taube – Symbol des Heiligen Geistes, darüber thront Gott Vater im Himmel, auf einer Wolke sitzend. Die Szene wird auf der linken Seite von schweren Vorhängen, die um Säulen drapiert sind, abgeschlossen.
Restaurierung:
September-Dezember 2009
Bei der Restaurierung wurden u. a. der schwarze Rückseitenanstrich und der Firnis abgenommen, lockere Farbschichten gefestigt, die Leinwand auf einen neuen
Spannrahmen aufgespannt, Fehlstellen gekittet und retuschiert und ein neuer, dünner Firnis aufbracht. Durch die Restaurierung sind u.a. Details zum Vorschein gekommen, die vorher kaum sichtbar waren, wie beispielsweise die Säulen und die Zypressen in der linken Bildhälfte (siehe Foto 3 und 4).
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