Beim Lithophon (= „Steinklinger“) handelt es sich um ein Musikinstrument aus Kieselsteinen.
Das im Neuen Stadtmuseum ausgestellte Lithophon stammt aus dem Kieselklangstudio des Lehrstuhls für Ingenieurgeologie der Technischen Universität München. Es wurde vom dortigen Geologen bzw. Mineralogen und Kieselsteinexperten Dr. Günter Grundmann „er-funden“ und besteht aus unbearbeiteten Kieselsteinen, wie sie im (Vor)Alpengebiet überall vorkommen.
Nach jahrelangem Suchen und Versuchen ist es ihm gelungen eine Dur-Tonleiter bzw. diatonische Stimmung aufzubauen, so dass darauf musiziert werden kann.
In China gibt es eine mehrtausendjährige Tradition des Musizierens auf Steininstrumenten, die durch Funde belegt ist. Die in Ostasien verwendeten Lithophone verfügen über andere Tonarten, sie sind nicht 7-tönig, sondern 5-tönig (pentatonisch)aufgebaut.
Akustische Experimente haben ergeben, dass Eisenschlägel bzw. Stahlhämmerchen die Naturtöne am reinsten wiedergeben.
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