Margarete Bartsch - Kleine Werkschau

 Margarete Bartsch: ein Ort zum Wurzelschlagen, 2009, Eitempera / Lwd

In einer kleinen Werkschau präsentiert das Neues Stadtmuseum neue und neueste Arbeiten von Margarete Bartsch. Die Malerin lebt und arbeitet seit 20 Jahren in Landsberg. Nach einer Ausbildung in der Malschule von Ingeborg Weigand in Schiwifting hat sie längst zu ihrem ganz eigenen Stil gefunden. Nach anfänglich realistischen und teilweise sozialkritischen Menschenbildern hat sie sich mehr und mehr der Abstraktion zugewandt und sucht nach einfachen Formen und eher erdnahen Farben. Ihre Bilder sind meist großformatig und vorwiegend in Eitempera gemalt, die sich die Künstlerin selbst aus Pigmenten herstellt.

Das Malen in der altmeisterlichen Technik mit Eitempera erfordert, die einzelnen Malschichten immer wieder trockenen zu lassen. In diesem langwierigen Entstehungsprozess folgt die Malerin den Eigengesetzlichkeiten der Farbe. Doch hinter den und durch die Farbschichten tauchen auch immer wieder Chiffren der Realität auf. Zum Beispiel in dem Werk „Ein Ort zum Wurzelschlagen“ zieht sich eine blaue Senkrechte wie ein Fluss durch den Bildraum warmer Töne. Wie Graffiti sind Umrisse einer Stadtsilhouette dahinter angedeutet. So scheint der Ort zum Wurzelschlagen durch.

„Malen ist für mich eher eine Art Meditation als zielgerichtetes Arbeiten. Abgesehen von einer grob gefassten Grundidee, entwickelt sich das Bild nach eigenen Gesetzmäßigkeiten. Dabei interessiert mich weniger der vordergründige Bildinhalt d. h. die erkennbare äußere Form, sondern die malerische Bearbeitung der Fläche. So wie der Musiker mit Tönen spielt, möchte ich die Farben zum Klingen bringen, indem ich ihnen Gestalt und Struktur gebe.“ So sieht es die Malerin.

Zu ihrer Ausstellung lädt sie alle Freunde und Kunstinteressierten am 20. Mai um 19:30 Uhr in das neue Foyer am Rathaus, Hauptplatz 125, ein. Die Ausstellung wird von der Leiterin der Städtischen Museen, Frau Dr. Margarete Meggle-Freund eröffnet. Eine Einführung gibt Frau Dr. Gudrun Szczepanek, Kunsthistorikerin, und die passenden Töne zur Umrahmung findet Doro Heckelsmüller mit Ngoni und Gesang.

Dauer der Ausstellung: 20. Mai bis 20. Juni täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr.

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Neues Stadtmuseum - Von-Helfenstein-Gasse 426 - 86899 Landsberg
Tel.: 08191-128-360, 08191-128-361 zu den Öffnungszeiten
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertags 10 - 17 Uhr
und nach Vereinbarung

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