Städtische Museen

Landsberg am Lech

Von Ideen-Ballons und Minuten-Wahnsinn

Das Stadtmuseum Landsberg bei Coding da Vinci Süd

April 2019

Coding da Vinci? Hat das was mit Kunst zu tun? Coding da Vinci ist ein Kultur-Hackathon. Wieder ein schwieriges Wort, und es hat nichts mit Verbrechern zu tun. Entwickler, Spieledesigner, Programmierer und Kulturinstitutionen kommen zusammen, um gemeinsam aus Daten – meist aus Bild- oder Audiodateien – kreative neue Anwendungen wie Apps, Spiele oder Visualisierungen zu entwickeln. Im Klartext: aus Kunst und Kultur (da Vinci) entstehen digitale Anwendungen (Codes). Ziel ist es, mit Kulturerbe kreativ umzugehen, neue Sichtweisen und Vermittlungsmöglichkeiten zu finden, Objekten neues Leben einzuhauchen und sie in die digitale Welt zu erweitern. Für viele kleinere Häuser wie uns ein erster wichtiger Schritt in die Welt der Digitalisierung und Open Data. Und gleichzeitig eine Chance, sich als zukunftsorientiertes und offenes Museum zu zeigen – neben Größen wie Lenbachhaus, Pinakotheken oder Deutschem Museum.

Der absolute Minuten-Wahnsinn!

32 Datengeber – also Museen, Bibliotheken und Archive – und ca. 160 Kreative kamen am Wochenende zum Kickoff in der Stadtbibliothek am Gasteig in München zusammen. In der „One Minute Madness“ bekamen die Kultureinrichtungen genau eine Minute Zeit, um ihre Daten möglichst spannend vorzustellen und Interessenten zu gewinnen. Gar nicht so einfach! Aber sehr unterhaltsam.

Rote Sternchen, türkise Kreise, lila Herzen – jede Idee bekommt einen Ballon!

Nach drei Sessions mit längeren Präsentationen waren dann die Kreativen an der Reihe. Wer hat zu welchen Daten welche Projektidee? 18 Teams haben sich am Wochenende gefunden und entwickeln nun bis zur Preisverleihung in sechs Wochen ihre Projektideen zu einem Prototypen oder einem fertigen Produkt. Bereits an einem Wochenende sind spontane Einfälle in beeindruckender Geschwindigkeit zu konkreten Plänen gewachsen. Ein Live-Illustrator hielt die Ideen während der Findungsphase auf Papier fest und zeichnete damit eine Art künstlerisches Protokoll der Veranstaltung.

Auch unsere Jesuitentafeln sind mit am Start!

Georg, Kelvyn, Michael, Robi und Anna widmen sich den Gedenkbildern und planen eine Hands-On-Station, die die Jesuitentafeln in moderne Sprache, in bewegtes Bild und Ton übersetzt, Biographien lebendig werden lässt und die Hürden der altdeutschen Schrift und Sprache überbrückt. Wir sind gespannt auf das Ergebnis!

Wer mehr über Coding Da Vinci wissen will, findet Info und die Projekte der letzten Jahre auf www.codingdavinci.de.

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung
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