Städtische Museen

Landsberg am Lech

Oktober

mehrschichtiger Blechbehälter mit Henkel

Diesen Monat gefiel mir der Workshop „Zu Gast bei Peregrina“ in Ellighofen am meisten. Ich durfte dabei unter Anleitung meiner Kollegin Regina die Führung von acht Vorschülern übernehmen. Regina ist Museumspädagogin und hat die Führung erstellt. Diese findet auf einem Bauernhof statt, der über 300 Jahre bewohnt wurde. Heute ist der Hof ein Museum, in dem alle Möbel und Gegenstände original erhalten sind und alles von Besuchern angefasst werden darf. Als Programm suchten die Kinder mit Bildern alte Gegenstände, woraufhin ich diese mit ihnen in Bezug auf Frömmigkeit und Nachhaltigkeit besprochen habe.

Ich hatte mir schon als Vorbereitung Reginas Konzept durchgelesen und mich auch etwas über einzelne Objekte, das Haus selbst und die Familie Egger informiert, aber ohne ihre umfassende Erklärung vor der Führung wäre ich trotzdem überfordert gewesen. Die Kinder waren glücklicherweise sehr interessiert und arbeiteten gut mit. Nach der Führung machten alle Kinder als Abschluss noch Butter, die sie dort aßen oder mit nach Hause nahmen.

An was ich aus dem Museum selbst am meisten denke ist der sogenannte „Henkelmann“. Er ist ein mehrschichtiger Behälter aus Blech, der früher zur Arbeit mitgenommen wurde und wie eine Brotzeitbox fungierte. Die Familie Egger nahm ihn hauptsächlich zur Arbeit auf den Feldern mit, aber zu der Zeit verwendeten ihn auch Arbeiter im Bergbau, in Fabriken und auf Baustellen. Im Gegensatz zu den derzeit typischen Boxen hat er durch das Material Jahrzehnte und oft ein ganzes Arbeitsleben gehalten. Darin wurde meist Suppe oder einfaches Essen wie Kartoffeln, Soße und Gemüse transportiert. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, will ich erwähnen, dass er den „dabbas“ der „Dabbawala´s“, die bis heute in Indien sehr bekannt sind, sehr ähnelt.

Danke für‘s Lesen und bis nächsten Monat!